Zwischen Dutzendteich und Zepelinfeld Nürnberg

Am Mittwoch ging es wieder früh raus, denn ich habe mich mit einem südamerikanischen Studenten, der derzeit in Paris studiert, verabredet, um zum Doku-Zentrum zu fahren. In die Ausstellung wollte ich bei dem immernoch wunderschönen, fast schon etwas zu heißen Wetter aber nicht gehen und so spazierten wir erst einmal um den Dutzendteich und ich durfte erklären warum einen großen See denn als Teich bezeichnet. Auf der anderen Seite des Sees konnte man sich dann die Überreste des Reichsparteitagsgelände, dass Hitler 1933 errichten lassen hat anschauen. Da das Gebiet jedoch wieder zu einem Kultur- und Sportgelände umfunktioniert wurde und erst wenige Tage vorher das Norisringrennen statt gefunden hatte, versteckten sich die alten Bauten hinter hohen Zäunen und den Leitplanken der Rennstrecke. Nachdem wir jedoch über mehrere Abgrenzungen gestiegen sind konnten wir uns doch noch das Zeppelinfeld anschauen, das ich bisher nur von Fotos aus dem Geschichtsunterricht kannte. Umgebaut wurde zwar nichts, jedoch wurde nahezu alles sich selbst überlassen oder aus Sicherheitsgründen gesprengt, so dass zu Recht je nachdem von welcher Seite man kam ein “Betreten auf eigene Gefahr” oder “Betreten der Baustelle verboten”-Schild zu sehen war. Nach der  Beischtigung der alten Steintribünen, von denen einst tausende Leute Aufmärsche und Propagandareden beobachteten, machte ich mich jedoch auch wieder auf zum Bahnhof, da ich noch abends in Dresden sein wollte. Zunächst fuhr ich in einem recht neuen Regionalexpress, in dem ich, während der langen Fahrt, auch recht gut ein Nickerchen machen konnte. Später muss ich dann leider außerplanmäßig in einen älteren Regionalexpress umsteigen, der eine grauenhafte (rosa) Innenausstattung hatte. (Bilder vom Zepelinfeld, sowie von der Zugeinrichtung, werde ich sicherlich noch irgendwann nachreichen, aber bei meiner aktuellen Internetverbindung bräuchte der Upload ewig.) Ich kam aber nach fast 5 Stunden Fahrt gut in Dresden an und machte mir nach einem Currywurst-Abendessen einen gemütlichen Abend im Hostel.

Grüße aus Dresden, euer Thibaud

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