Schönbrunn und schöner Brunnen

Wenn man in jeder neuen Stadt nur einen Tag bleibt, sieht man sehr viele Kirchen und nur sehr wenige Museen. Nun kamen dazu immerhin noch ein Schloss und eine Burg.

Nachdem ich am Dienstag erst einmal etwas länger ausgeschlafen habe, ergatterte ich mir zu meinem Frühstück noch eine kostenlose Cola. Aber als ob das nicht schon genug wäre, stand sogar mein Name auf der Cola-Dose. Ich dachte nicht, dass ich das bei meinem Namen auch mal erleben darf. Frische gestärkt machte ich mich also mit der Straßenbahn auf den Weg zu Sissis Sommerresidenz, dem Schloss Schönbrunn. An den Busladungen voll Touristen erkannte ich sofort, dass es sich hierbei um eine weitere überfüllte Touristenattraktion handeln musste, jedoch verteilten sich die Leute schnell in den weitläufigen Gartenanlagen hinter dem Schloss. Dem Tip eines Einheimischen, den ich im am Abend zuvor im Hostel getroffen habe, folgend, lief ich, trotz der bereits einbrechenden Mittagshitze, bis zum höchsten Punkt und genoss von dort einen einzigartigen Ausblick über ganz Wien.

Nachdem ich es mir für eine Stunde gemütlich gemacht habe, um den gestrigen Blogeintrag zu schreiben, fuhr ich mit dem ICE weiter nach Nürnberg. Das ganze war eine sehr spontane Idee, nachdem ich eigentlich nach München fahren wollte, aber keine Bett mehr im Hostel frei war. Daher informierte ich mich nach dem Mittagessen, einem PietSmiet-Burger bei McDonalds, auch im Hostel erst einmal über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit einiger Überraschung stellte ich fest, dass Nürnberg eine größere Relevanz in der Deutschen Geschichte hat, als ich vermutete und es tatsächlich einige internationale Touristen hierher verschlägt. Nach einer kleinen Ruhepause und einem netten Gesrpäch mit einer Tübingerin, die derzeit während eines Praktikums im Hostel übernachtet, machte ich mich auf den Weg zu einem Spaziergang durch die Stadt, vorbei an einigen Kirche (insbesondere die St. Lorenzkirch am Marktplatz) bis hoch zur Kaiserburg, von wo aus man ebenfalls einen wunderschönen Ausblick, diesmal auf Nürnberg, hatte. Auf dem Rückweg lauschte ich einigen Straßenmusikern und suchte den „Schönen Brunnen“ auf. Im Zaun um den Brunnen sind 2 drehbare Ringe verankert, ein goldener und ein schwarzer, den man auf Grund seiner Farbe schwer erkennen kann. Wenn man den schwarzen Ring drei mal linksherum und dreimal rechtsherum dreht, bringe es Glück, wurde mir versichert. Ich konnte jedoch einem Nürnberger lauschen, der sich über die Touristen lustig machte: „Die drehen alle am falschen Ring, es ist doch wohl klar, dass der goldene Ring Glück bringt. Immer diese dummen Touristen!“

 

Grüße aus Nürnberg, euer Thibaud

flattr this!